Corona-Bonds: EU-Solidaritaet mit Kollektivhaftung

Erst kürzlich hat Griechenland die Schuldenkrise bewältigt. Nun sorgt das Coronavirus für eine neue Krise. Die Wirtschaft in den europäischen Ländern steuern wegen der Corona Pandemie auf eine massive Rezession zu. Durch Hilfspakete in Milliardenhöhe wird die Staatsverschuldung weiter steigen. Vor allem hoch verschuldete südeuropäische Länder, wie zum Beispiel Italien und Griechenland, sind davon hart getroffen.

Es stellt sich deshalb die Frage, ob Corona-Bonds (gemeinschaftliche Anleihen) hilfreich sein können. Sie werden mit Nachdruck von Spanien, Italien und Frankreich zur Verhinderung weiterer Staatsverschuldung gefordert. Dagegen sind bis dato die Niederlande, Österreich und Deutschland. Der folgende Beitrag erklärt, was Corona-Bonds sind und warum sie derartig umstritten sind.

Was sind Corona-Bonds?

Corona-Bonds wären gemeinschaftliche EU-Staatsanleihen mit einem festen Zinssatz. Altschulden verschiedenere Länder sind nicht relevant, sondern die Gelder sollen ausschließlich einmalig zur Bekämpfung der Corona-Krise eingesetzt werden. Die Regierungen würden quasi gemeinsam Geld an den Finanzmärkten aufnehmen. Sie würden gemeinsam für die Zurückzahlung der Gelder inklusive der Schulden haften. Von der Corona-Krise hart betroffene Staaten hätten die Möglichkeit, unbeachtet ihrer Altschulden, von Investoren frisches Geld zu erhalten, da wirtschaftlich starke Länder, zum Beispiel Deutschland, mithaften. Die Zinsen für die gemeinsamen Staatsanleihen wären niedriger, als wenn Griechenland, Spanien, Italien alleine Corona-Anleihen verkaufen würden.

Durch die gemeinschaftlichen Corona-Bonds könnte die Zinsbelastung gesenkt werden. Die Befürworter der Herausgabe betonen, dass dadurch der Beweis für den Zusammenhalt der EU-Mitgliedstaaten in der Krise erbracht werden könnte. Dadurch würde die EU nach außen und innen gestärkt.

Warum sind Corona-Bonds heftig umstritten?

Für Deutschland würde sich die Einführung von Corona-Bonds aus Sichtweise der Bundesregierung negativ auf die praktizierte Zins- und Schuldenpolitik auswirken. Aktuell sind Bundesanleihen sehr beliebt. Besonders niedrige Zinsen in den letzten Jahren haben dafuer gesorgt, dass der Fiskus Rekord-Überschüsse erzielen konnte. Es wird befürchtet, dass je nach zeitlicher und inhaltlicher Gestaltung der Corona-Bonds, sich die Bedingungen für Deutschland zum Nachteil verändern könnten. Alle Teilnehmer- Staaten würden zudem die Verpflichtung eingehen, im Fall von Zahlungsausfällen, für die Schulden wirtschaftlich schwächerer Länder zu haften. Zudem befürchten die Gegner dass der gemeinsamen Staatsanleihen und den demokratischen Kontrollverlust.

Bis dato werden die Staatsausgaben vom Bundestag beschlossen. Im Falle einer gemeinsamen Verschuldung würde dies komplizierter. Gegner der Corona-Bonds sehen zudem praktische Hindernisse: Sie gehen davon aus, dass es zu lange dauern koennte, bis die Anleihen in europäisches und nationales Recht der Staaten integriert werden können bei Betrachtung der tiefen wirtschaftlichen Auswirkungen durch die akute Krise.

Wissenschaftler sind geteilter Meinung

Bezüglich der Einführung von Corona-Bonds vertreten nicht nur Politiker, sondern auch Wissenschaftler verschiedene Meinungen. Das Leibnitz-Institut ist der Meinung, dass die Herausgabe der gemeinschaftlichen Anleihen als Signal für die drohende Zahlungsunfähigkeit gedeutet werden könnte. Andere Wirtschaftswissenschaftler warnen davor, zu hoffen, dass die Einführung nur vorübergehend ist. Werden Anleihen gemeinsam aufgenommen, bleibt dies langfristig so.

Mögliche Alternativen zu Corona-Bonds

Als Alternative wird der Europäische Rettungsschirm (ESM) diskutiert, mit dem zum Beispiel Griechenland während der Schuldenkrise unterstützt wurde. Der ESM ist mit von den EU-Staaten mit umfangreichen Garantien in diverser Höhe ausgestattet, sodass an die von der Krise besonders hart betroffenen Staaten zinsgünstige Kredite kurzfristig vergeben werden könnten. Der Haken ist: Bis dato war die Geldvergabe an Auflagen gebunden. Diese könnten von den hilfebedürftigen Ländern als Benachteiligung gedeutet werden. Um die wirtschaftlichen und finanziellen Risiken zu begrenzen, haben zahlreiche Ökonomen eine einheitliche ESM-Kreditlinie vorgeschlagen. Letzter Ausweg wäre, dass die Befürworter von Corona-Bonds eine Koalition bilden und die Anleihen an Nettozahler herausgeben.

Butter selbermachen aus Milch oder Sahne

Um es vorwegzunehmen: Butter selber zu machen, um Geld zu sparen, lohnt sich nicht wirklich. Aus 200 ml Sahne können circa 69 Gramm Butter hergestellt werden. Für 250 Gramm Butter werden 700 ml Sahne benötigt. Es ist allerdings eine Alternative, wenn im Kühlschrank keine Butter mehr, dafuer aber ein Becher Sahne vorhanden ist. Außer Sahne, einem Schraubglas, Geduld und etwas Muskelkraft werden keine weiteren Utensilien benötigt.

Liste der Zutaten

– 1 Schraubglas (mindestens 300 ml Fassungsvermögen)
– 200 ml Sahne

Zubereitung: Schritt-für-Schritt Anleitung

Wer schon einmal zulange Sahne geschlagen hat, bis diese ausgeflockt ist und gelb wurde, war unbewusst auf dem besten Weg, Butter selber zu machen. Das Ergebnis wäre eine Süßrahmbutter gewesen. Diese Variante wird direkt aus Sahne hergestellt. Zur Herstellung von Sauerrahmbutter müssen der Sahne zuvor spezielle Milchsäurebakterien zugesetzt werden. Die folgende Anleitung beschreibt die Herstellung von Süßrahmbutter und wie Sahne selbst aus Milch gewonnen werden kann.

Sahne aus Milch selber herstellen

Sahne aus Milch herzustellen ist kinderleicht. Wichtig ist, dass der Fettgehalt der Milch mindestens 3 Prozent beträgt und dass die Milch unbehandelt (nicht homogenisiert) ist. Optimal ist Rohmilch vom Bauern geeignet. Die Milch muss über Nacht in einem Gefäß bei Zimmertemperatur stehengelassen werden. Am nächsten Morgen wird die Rahmschicht, die sich auf der Oberfläche gebildet hat, abgeschöpft. Darunter befindet sich Magermilch, die ebenfalls weiterverwendbar ist.

Herstellung der Butter

Die gekaufte oder selbst gewonnene Sahne kann mit dem Rührgerät zu Butter geschlagen werden. Beim Schlagen auf höchster Stufe dauert es ungefähr 7 bis 10 Minuten, bis sich Buttermilch und Butter bilden. Das Küchengerät verbraucht beim Schlagen viel Strom. Damit die selber gemachte Butter keine schlechtere Energie-Bilanz als im Supermarkt erhältliche Butter besitzt, ist die Schüttelmethode als energiesparende Methode empfehlenswert.

– Um 69 Gramm Butter herzustellen, werden 200 ml Sahne in ein sauberes, verschließbares Gefäß gefüllt.
– Das Glas kräftig schütteln. Nach einer Weile wird die Sahne im Glas so steif wie Schlagsahne. Weiter kräftig schütteln.
– Nach einer gewissen Zeit wird die Sahne in dem Behälter klumpig und gelb. Nach ungefähr 10 bis 20 Minuten intensivem Schütteln teilt sie sich abrupt in Buttermilch und Sahne.
– Die Buttermilch abgießen. Sie kann zum Backen und zur Herstellung von Getränken verwendet werden.
– Das Glas solange weiterschütteln, bis sich wieder Buttermilch absetzt. Buttermilch wieder abgießen. Diese Vorgänge solange wiederholen, bis sich kaum noch Flüssigkeit im Glas befindet und der Inhalt wie Butter aussieht.
– Die Butter ist jetzt eigentlich fertig, enthält aber noch viel Buttermilch und ist deshalb nicht lange haltbar. Die Haltbarkeit lässt sich durch Waschen der Butter verlängern.
– Zum Waschen den Inhalt des Glases in eine Schüssel füllen und mit Eiswasser übergießen.
– Die Butter solange mit sauberen Händen kneten, bis die austretende Buttermilch trüb aussieht. Wasser wechseln und solange weiterkneten, bis das Wasser nahezu klar bleibt.
– Die restliche Flüssigkeit mit einem Holzlöffel oder mit den Händen aus der Butter herausdrücken und abgießen. Je nachdem, wie gründlich die Butter gewaschen wurde, ist sie im Kühlschrank 1 bis 3 Wochen haltbar.
– Gewaschene Butter in eine Form füllen. Holzformen zuvor mit lauwarmem Wasser auswaschen. Anschließend muss die Form 1 Minute lang in eiskaltes Wasser gelegt werden, damit die Butter nicht zu schmelzen beginnt und an der Form anklebt. Die Butter so in die Form füllen, dass sich ein kleiner Berg bildet.
– Form maximal eine Minute in den Kühlschrank stellen. Anschließend auf einen Teller oder ein Brettchen stürzen. Form durch vorsichtiges Abziehen entfernen. Bleibt die Form mit der Butter zu lange im Kühlschrank, wird die Butter so fest, dass sich die Form nicht mehr entfernen lässt.

Variationen: Wer eine Salzbutter herstellen möchte, kann Salz hinzufügen. Durch die Zugabe von einigen Kräutern erhält man als Ergebnis eine schmackhafte, selber gemachte Kräuterbutter.